29.10.2011 Kuchenpokal

Der Bericht von Iwan Schrecklich:

Zwei Tage vor dem Start zum Kuchenpokal 2011 zerfällt mein Familienteam in Stücke. Dafür bekomme ich eine Zusage von meinen Vater und so wird aus dem Familienteam ein Generationenteam. Noch mit am Start für uns, mein Schwager und Sohnemanns Freund Josia P. .

Mit der Erfahrung von 33x Cyclassics (16x mein Vater, 12x ich und 5x mein Schwager, bringt hier upsolut nichts) fahren wir mit vielen bekannten Gesichtern die Einführungsrunde. Die Neuerung, dass es einen fliegenden Start nach der Einführungsrunde gibt, wird aus hungertechnischen Gründen verworfen und so geht es nach den ersten 6km ran ans Kuchenbuffet.
 
Die Elite hat sich akribisch vorbereitet und stopft gezielt gut gleitenden Kuchen in sich hinein, viele gehen nach Geschmack, doch alle lassen die Finger von der von mir mitgebrachten Tafel Schokolade in Kuchenblechgröße. Komisch…
 
Alle Fahrer von meiner 3-Generationen Mannschaft haben nur eine Teamorder: keine Tränen. Mein Vater kommt mit knapp über 70 gut in Schwung und hängt Teile der 2. und 3. Generation auf der Strecke ab. Gleichauf sind wir mit der Meinung, dass der Blaubeerkuchen in der Ecke ganz vorne ist. Als Finnlandfahrer mit halbhundertjähriger Erfahrung, dem Mutterland des Blaubeergeschmackes, wissen wir das ein zu schätzen. Dicht gefolgt von dem kalten Hund, der schon in der Hand schmilzt. Lecker auch die Fruchttorte mit Banane und Annanas. Leider konnten wir nicht alle Kuchen testen, das hätte jede Assos an ihre Belastungsgrenze gebracht.
 
Auf der Strecke kann mein Sohn Tomic sich gegenüber 2010 verbessern und auf das Niveau von 2009 zurückkommen, was aber „dicke“ Beine bringt und die Treppe zum Kuchen wird immer steiler. Josia stagniert auf ganz hohem Niveau und mein Schwager kann durch die langsame Einführungsrunde nicht an das Ergebnis von 2010 anknüpfen. Nur mein Vater als  alter Neuling erzielt persönliche Rekorde. So sind alle von der 3-Generationen Mannschaft zufrieden und gehen gestärkt aus dem Rennen um die meisten Kuchen/Meter.
 
Überraschung bei der Damenwertung, die Aufgrund von Versäumnissen in der Vergangenheit eingeführt wird. Die Siegerin ist ganz klein und wird ganz groß gefeiert. Hier trifft das 1. Plätzchen. Dann gibt’s noch Pokale für Wer-weiß-wofür?, Team und Familie. Und noch für jedes Kind eine Medaille zum umhängen.
 
Was sagt mein Sohn im Auto auf dem Rückweg: „Das war einer der schönsten Tage in meinem Leben!“